Von OSR. Ulrich Eichelberger Zur Geschichte der Himmelreichkapelle St. Lorenzen im Mürztal Schon vor undenklichen Zeiten wuchs an der Stelle der Verehrung ein uralter Lärchenbaum, dessen Stamm sich oberirdisch in drei Stämme teilte. Hier wurde eine hölzerne Marienstatue hineingestellt. Diese Statue wurde später in ein nahes Bauernhaus übertragen. Von nun an begann die alte Lärche zu welken, in der Gegend brach eine Seuche aus. Die verzweifelte Bevölkerung legte ein Gelübde ab und gelobten gegen die Pest ein hölzernes Marterl zu errichten. Als das Marterl errichtet war, erlosch die Seuche wieder. Auch die Lärche begann wieder zu grünen. Im Jahre 1634 suchte wieder eine Seuche die Gegend heim. Als auch für die bäuerliche Bevölkerung wichtige und wertvolle Haustiere verendeten, gelobten die Bewohner,  anstatt des Marterls aus Holz eine kleine Kapelle zu errichten. Die Seuche erlosch und führte so zu einer starken Zunahme der Verehrung als Gnadenstätte, die auch von Prozessionen aufgesucht wurde. Mit Beginn des Jahres 1886 begann man damit, die hölzerne durch eine gemauerte Kapelle zu ersetzen. Die feierliche Einweihung erfolgte am 23. August 1886 durch Dechant Dr. Johann Fellner aus St. Lorenzen im Mürztal und den Pfarrvikar aus Turnau in Anwesenheit von mehr als 1.000 Gläubige aus den beiden Pfarren und der weiteren Umgebung. Die Bevölkerung spendete und werkte vorbildlich. Interessant ist auch die Tatsache, daß Kaiser Franz Josef 1.   100 Gulden spendete. Weitere genannte Spender waren die Kardinäle Ganglbauer und Eder, sowie die Familie Graf Meran  (Erzherzog Johann). Ganz bewust hatte man den gotischen Baustil nachempfunden. Die Kapelle fasst ca.100 Personen und ist mit dem ehemaligen Hausalter aus dem Schloß Oberlorenzen ausgestattet. Der alte Lärchenbaum war weit mehr als 100 Jahre alt und musste schließlich entfernt werden.
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